Samstag, 22. August 2015

Joghurt selbermachen

Man kann ja bekanntlich nicht nur Topfen selber machen, sondern auch noch alle möglichen anderen Leckereien. Sinn macht das besonders dann wenn man, so wie wir, die Gelegenheit hat an richtig gute Milch ran zu kommen.

In unserem Fall ist das die Jersey Milch von Misty Mountain Farms vollökologischen - und wie ich mich bei Besuchen selbst vergewissert habe auch glücklichen - Kühen. Das Schöne an der Jersey Milch ist dass sie mit ca. 5-6% mehr Fett hat als die herkömmliche Milch. Damit eignet sie sich besonders für alles was in den Bereich der Käse fällt und ich finde sie ist auch im Joghurt einmal etwas ganz anderes.

Jersey Kalb, aufgenommen von Man vyi (Wikimedia Commons)

Joghurt selbstgemacht

Das Tolle am Joghurt machen ist dass es wirklich super einfach ist und mit Gerätschaften passiert die sowieso jeder in der Küche hat. Eine echte Alternative zum Einkauf wenn man noch Milch hat, das Joghurt aber kurz vorm Ausgehen ist.

Was ihr braucht

- einen Topf
- ein verschließbares Gefäß (z.B. ein großes Einmachglas)
- einen Kochthermometer (geht aber auch ohne)
- ein paar Handtücher o.Ä. zum warm einpacken

- Milch (alle Fettgehalte, Menge nach Bedarf; 1 l Milch ergibt 1 kg Joghurt)
- ein Bisschen Joghurt als Starterkultur

Beim Joghurt müsst ihr ein Bisschen aufpassen. Das muss nämlich nicht nur reines Joghurt, ohne beigefügte Geschmacksstoffe sein, sondern auch noch eines mit tatsächlichen, lebendigen Joghurtkulturen - was heutzutage immer seltener wird. Es lohnt ein guter Blick auf die Zutatenliste um sicher zu stellen dass ihr es wirklich mit Joghurt zu tun habt das den Namen auch verdient (d.h. Joghurt ohne Zusatzstoffe). Es ist nahezu unglaublich was in so manchem Joghurt so alles drinnen ist.

Alles, was ihr so braucht (C) Namida

Wie es funktioniert

  1. Die Milch in dem Topf gerade unter den Siedepunkt (ca. 90°C) erhitzen. Wenn ihr kein Thermometer habt dann einfach so lange erhitzen bis sie einmal kurz aufkocht. Rührt während des Erhitzens ab und zu einmal um damit die Milch nicht anbrennen kann.
    Ein altbewährter Trick hier ist es auch vorm hinein Gießen der Milch den Boden im Topf mit Wasser zu bedecken, hilft gegen sich anlegende Milch im Topf.
    erwärmt die Milch bis auf 90°C (C) Namida
  2. Nehmt dich Milch von der Platte sobald sie 90°C erreicht hat. Lasst sie jetzt unter gelegentlichem Umrühren damit sich keine Haut bildet wieder auf 35°C - 40°C abkühlen. Das ist Handwärme, d.h. wenn ihr kein Thermometer habt lasst ihr die Milch so lange abkühlen bis an der Haut kein Temperaturunterschied mehr festzustellen ist.
  3. Jetzt kommt die warme Milch gemeinsam mit dem Rest an Joghurt (ich nehme normalerweise 2-3 EL auf 1/2 L Milch) in euer verschließbares Gefäß. Einmal leicht schütteln damit sich alles vermischen kann.
    Ich habe einen verschließbaren Messbecher den ich gerne nehme, habe aber auch schon große Einmachgläser und Ähnliches verwendet. Manche Leute verwenden gleich Thermosflaschen aber ich hätte da Bedenken die wieder ganz sauber zu kriegen (hab's aber noch nicht selbst probiert) .
  4. Das Ganze gehört jetzt noch warm eingepackt. Hier ist es ja nicht besonders kalt also wickle ich mein Baby-Joghurt einfach in zwei Lagen Geschirrtücher oder ein Handtuch und fixiere das Ganze mit einem Gummiringerl. Dann stelle ich es dann für extra Isolation irgendwo in ein Küchenkasterl wo die Temperatur gleichmäßiger ist.
    gut eingepackt, damit den Joghurtbakterien nicht kalt wird (C) Namida)
  5. Die Inkubationszeit für Joghurt - d.h. die Zeit die ihr das ganze so warm verpackt im Eck stehen lässt damit die Joghurtbakterien sich vermehren und durch die Milch fressen können - beträgt ungefähr 5-8 Stunden. Kürzere Inkubationszeiten ergeben ein milderes, cremigeres Joghurt, längere ein geschmacksintensiveres, festeres.

    Ergo nach 5-8 Stunden, je nachdem wie ihr euer Joghurt am liebsten habt, könnt ihr das ganze auspacken und verwenden. Erfahrungsgemäß schmeckt Joghurt aber meist besser wenn es gekühlt aus dem Kühlschrank kommt. 
    fertig! Vergesst nur nicht ein Bisschen als Starter für euer nächstes Joghurt aufzuheben! (C) Namida

Sonntag, 5. Oktober 2014

Selbst gebackenes Brot

Ich möchte gerne auch meinen Beitrag leisten.
Ich backe mit UR-Getreide mein Brot.
Neben Einkorn, gehören auch noch Kamut und Emmer dazu.
Ich nehme immer das ganze Korn, und mahle es selber mit meiner Getreidemühle.
Hier nun zum Einkorn Vollkornbrot.

Zutaten:
300 g Einkornmehl
200 g Roggenmehl
2 Packerl Trockengerm ( 11 g pro Packerl)
200 ml (Bauern-)Buttermilch
14 g naturbelassenes Steinsalz
20 g Honig (1 EL)
250 ml Wasser
80 g Sonnenblumenkerne

Zubereitung:
Sonnenblumenkerne im Wasser 20 min. einweichen. Einkornvollkornmehl mit Roggenmehl, Trockengerm und Salz mischen.
Sonnenblumenkerne inkl. Wasser, Buttermilch und Honig dazugeben und die Masse in der Küchenmaschine 5 Min. kneten.
Den Teig mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 30 min. gehen lassen. Ich bevorzuge das Backrohr, bei eingeschalteter Lampe, reicht vollkommen aus.
Den Teig nochmals 1 min. kneten, einen Laib formen oder in eine Brotform geben und nochmals 20 min. gehen lassen. In das Backrohr eine Tasse Wasser stellen und das Backgut in den kalten Ofen geben und bei
200 °C Heißluft ca. 45 min. backen.

Es ist der Renner in unserer Familie. Es ist auch noch nach Tagen saftig.

Noch ein Tipp:
Statt Sonnenblumenkerne können auch andere Ölsaaten oder Wal - / Haselnüsse genommen werden.
Das Roggenmehl kann auch zur Gänze mit Einkornmehl ersetzt werden.

Gutes Gelingen und Guten Appetit
Omama

Topfen selbermachen

Nachdem wir's ja gerade erst über den Beginn der Erkältungssaison hatten passt mein aktuelles Projekt ja eigentlich wie ... äh, der Topfen in den Wickel.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht auch kurz Hallo sagen.
Das geht dann vermutlich ungefähr so: "Hallo, ich bin die Mag und ich bin die defakto-Schwester von der Fee aka. Ökonerd."
Was man vermutlich noch dazu sagen sollte ist das ich eine sehr schlechte quasi-Schwester bin weil ich nämlich 2010 nach Australien ausgewandert bin und Fee samt den beiden Krümeln ganz schrecklich im Stich gelassen hab *schniff* Vielleicht kann ich ein Bisschen Wiedergutmachung leisten indem ich sie jetzt in ihrem Blog ein Bisschen unterstütze. (Im Übrigen: "GO FEE!")

Jetzt zum Thema.

Topfen machen geht erschreckend einfach. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich nicht so lange über den Mangel an Topfen in den hiesigen Supermärkten gejammert, sondern wäre viel früher zur Tat geschritten.

An dieser Stelle gleich ein Rat von jemanden der es schmerzhaft gelernt hat: Nehmt nie einfach an irgendetwas ist unglaublich kompliziert herzustellen ohne zumindest einmal kurz danach gegoogelt zu haben. Eine ganze Menge Sachen sind in Wirklichkeit viel einfacher zu machen als ihr Ruf es vermuten lässt.

Drachen zähmen Topfen machen leicht gemacht. 

 

Was ihr braucht:

- Milch (1L gibt ca. 25 dag Topfen)
- mesophile Weichkäsekultur
- ggf. Kaliumchlorid

- Käsetuch (engmasching gewebter Stoff)
- Sieb (z.B. Nudelsieb)

Ihr könnt im Grunde jede Milch verwenden die ihr wollt. Also egal von welchen Tier, wie viel Fettgehalt und ob roh oder nicht. Und das ist dann auch das Allerbeste am Topfen selber Machen: Ihr habt die Kontrolle was rein kommt. Und, ja, es macht Spaß :-)

Die Käsekultur könnt ihr online bestellen. Ob auch ein Bisschen Bio-Topfen als Ansatz funktioniert habe ich noch nicht probiert. Im Tiefkühler hält sich die Käsekultur quasi für immer und ewig.

Kaliumchlorid ist nicht unbedingt notwendig soll aber vor Allem bei pasteurisierter Supermarkt-Milch helfen. Bei Rohmilch solltet ihr eigentlich keines brauchen.


Wie's geht:

Dauer (insgesamt): 36 Stunden
Arbeitsaufwand: ca. 10 Minuten insgesamt

1.  Füllt eure Milch in einen verschließbaren Container und lasst sie sich auf Zimmertemperatur erwärmen.

Ihr könnt dafür z.B. einfach eine ganz normale Milchflasche nehmen aus der ihr ca. 1/8l getrunken umgeleert habt.

2. Gebt eine Messerspitze Käsekultur und ggf. 2 Tropfen Kaliumchlorid per Liter Milch dazu; zum Vermischen umrühren oder vorsichtig schütteln.

Ich nehme immer so wenig Käsekultur wie irgendwie möglich. Ihr braucht auch nicht mehr zu nehmen wenn ihr mehr als 1 Liter Milch verwendet.

3. Packt die Flasche in ein Handtuch ein. Das hilft Temperaturschwankungen niedriger zu halten und sorgt auch dafür dass der Topfen während der Reifung kein Licht abbekommt. Wir wollen ja nicht dass die falschen Bakterien wachsen.

Fertig für den Dornröschenschlaf


4. Lasst die Käsekultur 24 Stunden lang ihr Ding machen.

>> 24 Stunden später <<

24 Stunden Später - der Topfen ist bereit zum Abtropfen

5. Legt euer Sieb mit dem Käsetuch aus. Ihr könnt das Ganze entweder in die Abwasch stellen oder über eine große Schüssel wenn ihr die Molke auffangen wollt.

6. Gießt den Topfen in das Sieb.

Noch ist der Topfen ziemlich flüssig

7. Lasst das Ganze 10-20 Minuten abtropfen

8. Bindet die Ecken des Käsetuchs zusammen und hängt es zum Abtropfen auf.

Ich mache meinen Topfen immer nach dem Abendessen weil ich ihn dann Nachts über der Abwasch abtropfen lassen kann und er mir nicht im Weg ist.

Nach 12 Stunden Abtropfen ist der Topfen fertig

9. Lasst den Topfen 12 Stunden abtropfen (desto länger desto härter wird der Topfen)

Der fertige Topfen im Käsetuch. Riecht soooo gut ...


=> FERTIG

Der schwierigste Part, finde ich, ist immer den fertigen Topfen nicht sofort und auf der Stelle aufzufuttern. Vor Allem wenn es während dem Abtropfen schon die ganze Zeit so gut nach frischem Topfen gerochen hat.

viel Spaß damit!

Mag

Samstag, 4. Oktober 2014

Herbstzeit = Husten- und Schnupfenzeit

Ja, es ist wieder so weit: Morgens kalt, mittags warm, feuchte Luft und Stress = geschwächtes Immunsystem, welches dann meist zu Husten, Schnupfen und anderen grippalen Infekten führt.

Nun passiert es auch den ausgeglichensten Menschen, dass sie ihre innere Balance verlieren und gestresst sind. Wir alle wissen ja, dass an sich viel frische Luft, Bewegung, eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und innere Gelassenheit das Immunsystem stärken und uns  an sich immun gegen Viren und Bakterien machen. Doch wie schon gesagt, auch den entspanntesten Menschen erwischt es von Zeit zu Zeit...

Zum Glück gibt es aber Hausmittel, die auf alle Fälle unterstützend zu Medikamenten, wenn nicht sogar auch alleine gut gegen Husten und Co. helfen können.

Ein einfaches Rezept für Hustentee, für alle, die den Geschmack von Süßholzwurzel in den fertigen Mischungen nicht mögen:

40 g Spitzwegerich (hilft bei Husten, Heiserkeit,Entzündungen im Mund- und Rachenraum)
40 g Thymian (natürliches Antibiotikum, dank seiner ätherischen Öle auf Pilze, Viren und Bakterien wirkt)
25 g Fenchelsamen (lindert Krämpfe, tötet ebenfalls Viren, Bakterien und Pilze ab, lässt einen leichter husten)
20 g Holunderblüten (gut für den Geschmack, schweißtreibend, lindert trockenen Husten, mindert Entzündungen und Schwellungen)
10 g Ehrenpreis (schleimlösend, regt die Verdauung an, lindert Juckreiz)
10 g Lungenkraut "Hänsel und Gretel" (lindert Reizhusten und Entzündungen im Bereich der oberen Atemwege)

Diese Kräuter getrocknet zusammen mischen und bei Bedarf auf 1l kochendes Wasser 2 EL von der Mischung geben, 5 Minuten ziehen lassen, je nach Geschmack noch mit Lindenblütenhonig (Lindenblüten an sich wirken schon beruhigend, krampflindernd und entzündungshemmend) süßen und über den Tag verteilt möglichst heiß trinken.

So bekommt der Körper die Flüssigkeit und Wärme, die er braucht, dass er schneller mit den Eindringlingen fertig wird. Hilft vor allem Leuten wie mir, die einfach kein Fieber bekommen können, denn Holler und Lindenblüten sind auch dafür bekannt die Körpertemperatur zu erhöhen.

Diesen Tee mögen auch Kinder sehr gerne, meine trinken ihn sogar, wenn sie keinen Husten haben :-D

Bei einsetzendem Schnupfen einfach einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, reichlich Meersalz hineingeben und im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder eine Nase voll davon nehmen. 

Im Klartext: Die Meersalzlösung am Sieden halten, und immer wieder den Wasserdampf einatmen. Befeuchtet die Schleimhäute und gleichzeitig desinfiziert das Meersalz (darf auch normales Salz sein) die Nase. Wenn man noch Kamillenblüten dazugibt, hat man gleich auch wieder deren beruhigende Wirkung auf die gereizten Nasenschleimhäute mit einbezogen.

In diesem Sinne, gute Besserung an alle, die im Moment ebenso wie ich sehr eng mit Taschentüchern und ihrem Bett befreundet sind.

Liebe Grüße,
Fee

Freitag, 3. Oktober 2014

Wie alles begann...

Es war einmal...

Hoppala, dies hier wird ja ein Blog und kein Märchen! :-)

Alles fing damit an, dass sowohl bei Jules als auch KittyKat eine leichte Form von ADS festgestellt wurde. Da ich aber überhaupt kein Fan von chemischen Keulen bin, schon gar nicht bei Kindern, war ich sehr froh, dass unsere Kinderpsychaterin der gleichen Meinung wie ich war und mir riet eher alternative Wege zu begehen.

Zusätzlich litt unsere süße KittyKat auch noch unter einer recht milden, aber dennoch störenden Form von Neurodermitis. Diese Diagnose bedeutet im Normalfall Cortison. Aber auch da hatten wir wieder "Glück im Unglück", denn auch unser Hausarzt ist lieber für Alternativen zu haben. Auch wenn wir eine ganz leichte Cortison Creme für den absoluten Notfall zu Hause haben.

Alternativen, alternative Medizin, andere Wege finden. Das klingt immer so schön leicht und individualistisch. Ist aber alles andere als "easy". Viel zu viele Möglichkeiten, viel zu viele Scharlatane, und jeder scheint genau zu wissen, was gut für uns und unsere Familie ist, nur wir selber nicht.

Monatelange Recherchen im Internet, in Foren, auf alternativen Seiten und wachsende Verzweiflung, denn egal was wir ausprobiert haben, nichts schien wirklich zu helfen. Auch wenn wir einige Dinge herausgefunden haben:

Jules verträgt wirklich keine Rosinen, Orangen in zu großen Mengen lassen KittyKat's Haut austrocknen und ganz schlecht für unsere beiden Krümel sind die Lebensmittel aus dem Supermarkt. Egal ob "Bio" oder "herkömmlich". Auch Sojaprodukte haben immer nur kurzfristige Besserung gebracht. Auch das Wechseln zwischen Kuh-, Schafs- und Sojamilch haben immer nur für 1-2 Wochen geholfen.

Also alles für die sprichwörtliche Katz?

Durch einen Urlaub auf einem Bauernhof mit Schafen kamen wir in Kontakt mit unbehandelter, ursprünglicher Schafs- Rohmilch. Und oh Wunder, KittyKat's Haut hat im positiven Sinne darauf angesprochen.
Doch leider kann man ja nicht mal eben zum Urlaubsort fahren, um sich seine Wochenration Schafsmilch zu holen, oder?
Also mussten andere Wege gefunden werden.

In unserem Falle ein kleiner, ortsansässiger Bioladen. Zumindest von April bis November konnte dieser uns mit unserer mittlerweile heißgeliebten Milch versorgen. Doch dann, das große Schreckgespenst:
Ab November dürfen nur die Lämmchen diese leckere Milch trinken. Bitte versteht mich richtig, ich gönne es den Kleinen von Herzen! Doch ich bin auch Mama und mich überkam schlichtweg das große "P" wie Panik.
Winter = trockene Luft, dicke Schichten aus Kleidung et voíla KittyKat muss sich dauernd "schubbern" und kratzen, was unweigerlich zu offenen Hautstellen und Entzündungen führt, die wiederum den Einsatz der ungeliebten Cortison Creme zur Folge haben...

Irgendwann habe ich dann der netten Verkäuferin im Bioladen mein Herz ausgeschüttet und sie empfahl mir die Kuh- Rohmilch einer ortsansässigen Bäuerin. Da ich ja nichts zu verlieren hatte, beschloss ich diese Milch auszuprobieren. Ich muss sagen, ich war wirklich überrascht:

1. Beide Kinder sind sofort auf den vollen, echten Milchgeschmack "abgefahren".
2. KittyKat's Haut wurde zwar nicht über Nacht zur "Pfirsichhaut" aus der Werbung, aber wir brauchten weniger vom Ölbad, der speziell angerührten Fettcreme und nur mehr ganz wenig von unserer heutigen Notfall Creme.

Durch diese Erfahrung begannen wir als Familie langsam aber sicher immer mehr im Bioladen und beim Fleischer unseres Vertrauens einzukaufen, statt im normalen Supermarkt. Durch erfragen und das Lesen der Etiketten sammelten wir immer mehr bäuerliche Adressen bis wir unsere wichtigsten Versorger ab Hof zusammen hatten:

1. Milchbäuerin
2. Frischgemüse
3. Bio Mühle für Körner, Mehl und andere Bioprodukte
4. Butter, Buttermilch und Joghurt Bäuerin
5. Speck-, Eier- und Teilzeit Gemüsebäuerin (und erst ihre Marmeladen!)
6. Putenbäuerin
7. Henderlbäuerin
8. Fischzüchter

Über die letzten Monate sind diese Adressen nach und nach eingetrudelt und wir gehen mittlerweile so selten in einen normalen Supermarkt, dass wir dort dann ziemlich orientierungslos sind. Ebenso haben sich unsere Besuche in Restaurants, Gasthäusern und Fast Food Läden seit unserer Lebensmittelumstellung fast gänzlich aufgehört, denn ständig fragen wir uns, wo kommen die Lebensmittel her? Was ist da alles drin? Und vor allem, es schmeckt einfach besser, wenn es selbst gemacht ist! Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tatsache, dass wir tatsächlich auch noch Geld dabei sparen!

Mittlerweile macht meine Mutter wieder (so wie in meiner Kindheit) ganz viele, leckere Marmeladen, Aufstriche, Smoothies und Brote selber. Ich bin für Kuchen und Süßkram zuständig und werde mich in naher Zukunft auch an der Herstellung absolut natürlicher Kosmetik versuchen.

Also, ich wünsche Euch, liebe Leser viel Spaß beim Lesen und vielleicht auch selber machen und freue mich über positive Kommentare, Tipps und Hinweise von allen, die sich auch mit dieser Materie beschäftigen. In Zukunft wird es hier dann auch 1x in der Woche ein Video geben, zu den unterschiedlichsten Themen, da ich an viel zu vielen Dingen interessiert bin, um mich nur auf ein Thema zu spezialisieren. Ebenso werde ich versuchen auch meine Mom und andere Helferlein zu animieren Videos mit ihren Erfahrungen und Anleitungen zur Verfügung zu stellen.

Also, bis hoffentlich ganz bald und denkt immer daran:

Die Reise beginnt immer mit dem ersten Schritt!

Eure Fee