Es war einmal...
Hoppala, dies hier wird ja ein Blog und kein Märchen! :-)
Alles fing damit an, dass sowohl bei Jules als auch KittyKat eine leichte Form von ADS festgestellt wurde. Da ich aber überhaupt kein Fan von chemischen Keulen bin, schon gar nicht bei Kindern, war ich sehr froh, dass unsere Kinderpsychaterin der gleichen Meinung wie ich war und mir riet eher alternative Wege zu begehen.
Zusätzlich litt unsere süße KittyKat auch noch unter einer recht milden, aber dennoch störenden Form von Neurodermitis. Diese Diagnose bedeutet im Normalfall Cortison. Aber auch da hatten wir wieder "Glück im Unglück", denn auch unser Hausarzt ist lieber für Alternativen zu haben. Auch wenn wir eine ganz leichte Cortison Creme für den absoluten Notfall zu Hause haben.
Alternativen, alternative Medizin, andere Wege finden. Das klingt immer so schön leicht und individualistisch. Ist aber alles andere als "easy". Viel zu viele Möglichkeiten, viel zu viele Scharlatane, und jeder scheint genau zu wissen, was gut für uns und unsere Familie ist, nur wir selber nicht.
Monatelange Recherchen im Internet, in Foren, auf alternativen Seiten und wachsende Verzweiflung, denn egal was wir ausprobiert haben, nichts schien wirklich zu helfen. Auch wenn wir einige Dinge herausgefunden haben:
Jules verträgt wirklich keine Rosinen, Orangen in zu großen Mengen lassen KittyKat's Haut austrocknen und ganz schlecht für unsere beiden Krümel sind die Lebensmittel aus dem Supermarkt. Egal ob "Bio" oder "herkömmlich". Auch Sojaprodukte haben immer nur kurzfristige Besserung gebracht. Auch das Wechseln zwischen Kuh-, Schafs- und Sojamilch haben immer nur für 1-2 Wochen geholfen.
Also alles für die sprichwörtliche Katz?
Durch einen Urlaub auf einem Bauernhof mit Schafen kamen wir in Kontakt mit unbehandelter, ursprünglicher Schafs- Rohmilch. Und oh Wunder, KittyKat's Haut hat im positiven Sinne darauf angesprochen.
Doch leider kann man ja nicht mal eben zum Urlaubsort fahren, um sich seine Wochenration Schafsmilch zu holen, oder?
Also mussten andere Wege gefunden werden.
In unserem Falle ein kleiner, ortsansässiger Bioladen. Zumindest von April bis November konnte dieser uns mit unserer mittlerweile heißgeliebten Milch versorgen. Doch dann, das große Schreckgespenst:
Ab November dürfen nur die Lämmchen diese leckere Milch trinken. Bitte versteht mich richtig, ich gönne es den Kleinen von Herzen! Doch ich bin auch Mama und mich überkam schlichtweg das große "P" wie Panik.
Winter = trockene Luft, dicke Schichten aus Kleidung et voíla KittyKat muss sich dauernd "schubbern" und kratzen, was unweigerlich zu offenen Hautstellen und Entzündungen führt, die wiederum den Einsatz der ungeliebten Cortison Creme zur Folge haben...
Irgendwann habe ich dann der netten Verkäuferin im Bioladen mein Herz ausgeschüttet und sie empfahl mir die Kuh- Rohmilch einer ortsansässigen Bäuerin. Da ich ja nichts zu verlieren hatte, beschloss ich diese Milch auszuprobieren. Ich muss sagen, ich war wirklich überrascht:
1. Beide Kinder sind sofort auf den vollen, echten Milchgeschmack "abgefahren".
2. KittyKat's Haut wurde zwar nicht über Nacht zur "Pfirsichhaut" aus der Werbung, aber wir brauchten weniger vom Ölbad, der speziell angerührten Fettcreme und nur mehr ganz wenig von unserer heutigen Notfall Creme.
Durch diese Erfahrung begannen wir als Familie langsam aber sicher immer mehr im Bioladen und beim Fleischer unseres Vertrauens einzukaufen, statt im normalen Supermarkt. Durch erfragen und das Lesen der Etiketten sammelten wir immer mehr bäuerliche Adressen bis wir unsere wichtigsten Versorger ab Hof zusammen hatten:
1. Milchbäuerin
2. Frischgemüse
3. Bio Mühle für Körner, Mehl und andere Bioprodukte
4. Butter, Buttermilch und Joghurt Bäuerin
5. Speck-, Eier- und Teilzeit Gemüsebäuerin (und erst ihre Marmeladen!)
6. Putenbäuerin
7. Henderlbäuerin
8. Fischzüchter
Über die letzten Monate sind diese Adressen nach und nach eingetrudelt und wir gehen mittlerweile so selten in einen normalen Supermarkt, dass wir dort dann ziemlich orientierungslos sind. Ebenso haben sich unsere Besuche in Restaurants, Gasthäusern und Fast Food Läden seit unserer Lebensmittelumstellung fast gänzlich aufgehört, denn ständig fragen wir uns, wo kommen die Lebensmittel her? Was ist da alles drin? Und vor allem, es schmeckt einfach besser, wenn es selbst gemacht ist! Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tatsache, dass wir tatsächlich auch noch Geld dabei sparen!
Mittlerweile macht meine Mutter wieder (so wie in meiner Kindheit) ganz viele, leckere Marmeladen, Aufstriche, Smoothies und Brote selber. Ich bin für Kuchen und Süßkram zuständig und werde mich in naher Zukunft auch an der Herstellung absolut natürlicher Kosmetik versuchen.
Also, ich wünsche Euch, liebe Leser viel Spaß beim Lesen und vielleicht auch selber machen und freue mich über positive Kommentare, Tipps und Hinweise von allen, die sich auch mit dieser Materie beschäftigen. In Zukunft wird es hier dann auch 1x in der Woche ein Video geben, zu den unterschiedlichsten Themen, da ich an viel zu vielen Dingen interessiert bin, um mich nur auf ein Thema zu spezialisieren. Ebenso werde ich versuchen auch meine Mom und andere Helferlein zu animieren Videos mit ihren Erfahrungen und Anleitungen zur Verfügung zu stellen.
Also, bis hoffentlich ganz bald und denkt immer daran:
Die Reise beginnt immer mit dem ersten Schritt!
Eure Fee
ich finde ja auf blogspot fehlt eindeutig der "like" button :-)
AntwortenLöschenBin schon supergespannt was du so alles herzeigst.
- Mag
Vielen lieben Dank :-)
AntwortenLöschenBin auch schon gespannt, wie sich das hier entwickeln wird ^v^
Fee