In unserem Fall ist das die Jersey Milch von Misty Mountain Farms vollökologischen - und wie ich mich bei Besuchen selbst vergewissert habe auch glücklichen - Kühen. Das Schöne an der Jersey Milch ist dass sie mit ca. 5-6% mehr Fett hat als die herkömmliche Milch. Damit eignet sie sich besonders für alles was in den Bereich der Käse fällt und ich finde sie ist auch im Joghurt einmal etwas ganz anderes.
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| Jersey Kalb, aufgenommen von Man vyi (Wikimedia Commons) |
Joghurt selbstgemacht
Das Tolle am Joghurt machen ist dass es wirklich super einfach ist und mit Gerätschaften passiert die sowieso jeder in der Küche hat. Eine echte Alternative zum Einkauf wenn man noch Milch hat, das Joghurt aber kurz vorm Ausgehen ist.Was ihr braucht
- einen Topf- ein verschließbares Gefäß (z.B. ein großes Einmachglas)
- einen Kochthermometer (geht aber auch ohne)
- ein paar Handtücher o.Ä. zum warm einpacken
- Milch (alle Fettgehalte, Menge nach Bedarf; 1 l Milch ergibt 1 kg Joghurt)
- ein Bisschen Joghurt als Starterkultur
Beim Joghurt müsst ihr ein Bisschen aufpassen. Das muss nämlich nicht nur reines Joghurt, ohne beigefügte Geschmacksstoffe sein, sondern auch noch eines mit tatsächlichen, lebendigen Joghurtkulturen - was heutzutage immer seltener wird. Es lohnt ein guter Blick auf die Zutatenliste um sicher zu stellen dass ihr es wirklich mit Joghurt zu tun habt das den Namen auch verdient (d.h. Joghurt ohne Zusatzstoffe). Es ist nahezu unglaublich was in so manchem Joghurt so alles drinnen ist.
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| Alles, was ihr so braucht (C) Namida |
Wie es funktioniert
- Die Milch in dem Topf gerade unter den Siedepunkt (ca. 90°C) erhitzen. Wenn ihr kein Thermometer habt dann einfach so lange erhitzen bis sie einmal kurz aufkocht. Rührt während des Erhitzens ab und zu einmal um damit die Milch nicht anbrennen kann.
Ein altbewährter Trick hier ist es auch vorm hinein Gießen der Milch den Boden im Topf mit Wasser zu bedecken, hilft gegen sich anlegende Milch im Topf.
erwärmt die Milch bis auf 90°C (C) Namida - Nehmt dich Milch von der Platte sobald sie 90°C erreicht hat. Lasst sie jetzt unter gelegentlichem Umrühren damit sich keine Haut bildet wieder auf 35°C - 40°C abkühlen. Das ist Handwärme, d.h. wenn ihr kein Thermometer habt lasst ihr die Milch so lange abkühlen bis an der Haut kein Temperaturunterschied mehr festzustellen ist.
- Jetzt kommt die warme Milch gemeinsam mit dem Rest an Joghurt (ich nehme normalerweise 2-3 EL auf 1/2 L Milch) in euer verschließbares Gefäß. Einmal leicht schütteln damit sich alles vermischen kann.
Ich habe einen verschließbaren Messbecher den ich gerne nehme, habe aber auch schon große Einmachgläser und Ähnliches verwendet. Manche Leute verwenden gleich Thermosflaschen aber ich hätte da Bedenken die wieder ganz sauber zu kriegen (hab's aber noch nicht selbst probiert) . - Das Ganze gehört jetzt noch warm eingepackt. Hier ist es ja nicht besonders kalt also wickle ich mein Baby-Joghurt einfach in zwei Lagen Geschirrtücher oder ein Handtuch und fixiere das Ganze mit einem Gummiringerl. Dann stelle ich es dann für extra Isolation irgendwo in ein Küchenkasterl wo die Temperatur gleichmäßiger ist.

gut eingepackt, damit den Joghurtbakterien nicht kalt wird (C) Namida) - Die Inkubationszeit für Joghurt - d.h. die Zeit die ihr das ganze so warm verpackt im Eck stehen lässt damit die Joghurtbakterien sich vermehren und durch die Milch fressen können - beträgt ungefähr 5-8 Stunden. Kürzere Inkubationszeiten ergeben ein milderes, cremigeres Joghurt, längere ein geschmacksintensiveres, festeres.
Ergo nach 5-8 Stunden, je nachdem wie ihr euer Joghurt am liebsten habt, könnt ihr das ganze auspacken und verwenden. Erfahrungsgemäß schmeckt Joghurt aber meist besser wenn es gekühlt aus dem Kühlschrank kommt.
fertig! Vergesst nur nicht ein Bisschen als Starter für euer nächstes Joghurt aufzuheben! (C) Namida

